Anwendung

Dynamischer Stromtarif mit Photovoltaik

Mit einer Photovoltaikanlage verändert sich das Verbrauchsprofil grundlegend. Ein dynamischer Tarif wirkt nur auf den Strom, der weiterhin aus dem Netz bezogen wird.

Der Reststrombezug entscheidet

Je höher die Eigenverbrauchsquote, desto kleiner die Menge, die über den dynamischen Arbeitspreis abgerechnet wird. Der Tarif wirkt dann vor allem in den Morgen-, Abend- und Nachtstunden sowie im Winterhalbjahr.

Warum der Mittagsvorteil oft kleiner ausfällt

Hohe Solareinspeisung im gesamten Markt drückt die Börsenpreise typischerweise um die Mittagszeit. Genau dann produziert auch die eigene Anlage, sodass wenig Netzbezug anfällt. Der günstige Preis wirkt sich also auf eine kleine Menge aus.

Wer den Vorteil dennoch nutzen möchte, braucht flexible Verbraucher, die zusätzlich zur Eigenerzeugung Strom aufnehmen können – oder einen Speicher.

Energiemanagement als Bindeglied

Ein Energiemanagementsystem kann Erzeugung, Verbrauch und Preissignal zusammenführen und entscheiden, welcher Verbraucher wann versorgt wird. Ob ein System die Preisdaten eines konkreten Tarifs verarbeiten kann, hängt von Hersteller und Anbieter ab.

Getrennt betrachten

Die Vergütung für eingespeisten Strom und der Tarif für bezogenen Strom sind zwei verschiedene Themen. Prüfe die Regelungen deines Einspeisevertrags separat.

FAQ

Häufige Fragen zu diesem Thema

Lohnt sich ein dynamischer Tarif mit PV überhaupt?

Das hängt vom verbleibenden Netzbezug und dessen Verschiebbarkeit ab. In Kombination mit Speicher, Wärmepumpe oder Elektroauto steigt das Potenzial deutlich.

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