Der Reststrombezug entscheidet
Je höher die Eigenverbrauchsquote, desto kleiner die Menge, die über den dynamischen Arbeitspreis abgerechnet wird. Der Tarif wirkt dann vor allem in den Morgen-, Abend- und Nachtstunden sowie im Winterhalbjahr.
Warum der Mittagsvorteil oft kleiner ausfällt
Hohe Solareinspeisung im gesamten Markt drückt die Börsenpreise typischerweise um die Mittagszeit. Genau dann produziert auch die eigene Anlage, sodass wenig Netzbezug anfällt. Der günstige Preis wirkt sich also auf eine kleine Menge aus.
Wer den Vorteil dennoch nutzen möchte, braucht flexible Verbraucher, die zusätzlich zur Eigenerzeugung Strom aufnehmen können – oder einen Speicher.
Energiemanagement als Bindeglied
Ein Energiemanagementsystem kann Erzeugung, Verbrauch und Preissignal zusammenführen und entscheiden, welcher Verbraucher wann versorgt wird. Ob ein System die Preisdaten eines konkreten Tarifs verarbeiten kann, hängt von Hersteller und Anbieter ab.
Die Vergütung für eingespeisten Strom und der Tarif für bezogenen Strom sind zwei verschiedene Themen. Prüfe die Regelungen deines Einspeisevertrags separat.